Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz
Neue Methanol-Infrastruktur von Bosch in Betrieb genommen / Konzern investiert 52 Millionen Euro im Tennengau
(HP) In Hallein wurde heute die neue Methanol-Infrastruktur von Bosch in Betrieb genommen. Damit legt der Konzern die Grundlage, um Einspritzsysteme für alternative Kraftstoffe weiterzuentwickeln und zu testen. Insgesamt 52 Millionen Euro werden für den Ausbau von Entwicklung und Fertigung moderner Technologien im Tennengau eingesetzt.
Der Standort Hallein ist innerhalb der Bosch-Gruppe das weltweite Kompetenzzentrum für Großmotoreneinspritzsysteme. Die hier entwickelten Common-Rail-Systeme ermöglichen den Einsatz alternativer Kraftstoffe wie Methanol, Wasserstoff oder Ammoniak in großen Anwendungen wie beispielsweise in der Schifffahrt, im Schienenverkehr oder in stationären Energieanlagen.
Edtstadler: „Stärkung für Salzburgs Industriestandort.“
Landeshauptfrau Karoline Edtstadler betont die Bedeutung des Projekts für den Wirtschaftsstandort Salzburg: „Bosch zeigt in Hallein eindrucksvoll, wie industrielle Transformation und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können. Die nun in Betrieb genommene Methanol-Infrastruktur stärkt Salzburg als Industriestandort, sichert hochwertige Arbeitsplätze und unterstreicht die Innovationskraft unserer Unternehmen.“
Bekenntnis zum Standort Hallein
„Hallein steht seit Jahrzehnten für technologisches Know-how und industrielle Kompetenz. Die neue Methanol-Infrastruktur und die damit verbundenen Ausbauvorhaben sind ein klares Bekenntnis zum Standort Hallein. Sie stärken unsere technologische Kompetenz und schaffen langfristige Perspektiven für unsere Belegschaft“, sagt Amandeep Singh, kaufmännischer Leiter des Bosch-Werks Hallein.
Neue Infrastruktur bringt technischen Fortschritt
Die neue Infrastruktur bildet einen wichtigen Baustein für die Entwicklung zukunftsfähiger Antriebslösungen im Großmotorenbereich. Für die Dekarbonisierung des Schwerlastbereichs braucht es technologische Vielfalt – insbesondere dort, wo Elektrifizierung an ihre Grenzen stößt und CO2-neutrale Kraftstoffe künftig eine wichtige Rolle spielen. „Mit der neuen Methanol-Infrastruktur schaffen wir die Voraussetzungen, diese Technologien weiterzuentwickeln und für den Einsatz bei unseren Kunden zur Serienreife zu bringen. Damit Innovationen wie diese auch künftig in Österreich erfolgreich umgesetzt werden können, braucht es wettbewerbsfähige und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen“, so Stefan Schenk, Leiter des weltweiten Bosch-Geschäfts für Großmotoreneinspritzsysteme.
Globale Wirtschaftskraft
In Österreich haben im Jahr 2025 rund 3.300 Angestellte für die Bosch-Gruppe gearbeitet. Der Konzern erzielte dabei einen Umsatz von 1,12 Milliarden Euro. Weltweit sind rund 413.000 Beschäftigte (Stand: 31. Dezember 2025) für das Unternehmen tätig. Die Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 500 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern.
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