Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz
Jahrelange Salzburger Forderung in künftiger EU-Tourismuspolitik verankert / Verbindliche Rechtsgrundlage als Ziel
(LK) Günstigere Tickets für Freibäder, Sehenswürdigkeiten oder Sportangebote: Seit Jahren setzt sich Salzburg auf EU-Ebene für Einheimischentarife ein. Gestern wurden auf Initiative Österreichs im Rat für Wettbewerbsfähigkeit (wo die zuständigen Ministerinnen und Minister der EU-27 zusammenkommen) erstmals gemeinsame Leitlinien für die künftige europäische Tourismuspolitik verabschiedet. Die EU-Kommission wird damit ausdrücklich aufgefordert zu prüfen, wie Einheimischen der Zugang zu Sport-, Kultur- und Freizeitangeboten in Tourismusregionen erleichtert werden kann.
Mit den Leitlinien wird ein zentrales Anliegen Österreichs und Salzburgs erstmals in einem europäischen Referenzdokument zur künftigen Tourismuspolitik verankert. In einem nächsten Schritt soll jetzt eine rechtlich verbindliche Grundlage erarbeitet werden, damit Betriebe und Gemeinden Einheimischentarife anbieten können, ohne rechtliche Unsicherheit befürchten zu müssen.
Edtstadler: „Salzburg Vorreiter bei Einheimischentarifen.“
Landeshauptfrau Karoline Edtstadler betont: „Der Tourismus ist eine der tragenden Wirtschaftssäulen in unserem Bundesland. Gleichzeitig muss sichergestellt sein, dass auch die Bürger vor Ort davon profitieren und die Infrastruktur leistbar nutzen können. Dafür ist es wichtig, dass die Angebote großflächig für die Bevölkerung attraktiv bleiben. Die Einheimischentarife leisten hier einen wichtigen Beitrag. Wir brauchen hier Rechtssicherheit. Genau dafür kämpft Stefan Schnöll als Tourismusreferent seit Jahren und bringt das Thema immer wieder auf europäischer Ebene zur Sprache – mit Erfolg.“
Schnöll: „Faire und praxistaugliche Lösungen gefordert.“
„Gerade in Salzburg sehen wir, wie wichtig die Akzeptanz der Bevölkerung für einen erfolgreichen Tourismus ist. Wenn Einheimische das Gefühl haben, dass sie in ihrer eigenen Region nur noch Zuschauer sind, läuft etwas falsch. Deshalb braucht es faire und praxistaugliche Lösungen. Der heutige Beschluss ist ein wichtiger Schritt, damit diese Anliegen endlich auch auf europäischer Ebene ernst genommen werden“, sagt Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll, der als Mitglied des Ausschusses der Regionen auf europäischer Ebene die Einheimischentarife forciert.