Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz
Landeshauptfrau Karoline Edtstadler überreichte dem italienischen Stardirigenten nach dem Konzert den Ring des Landes Salzburg
(LK) Riccardo Muti ist seit Jahrzehnten einer der prägendsten Dirigenten der Salzburger Festspiele. Mehr als 270 Aufführungen dirigierte der Maestro. Er hat sich herausragend für das Kulturland Salzburg verdient gemacht. Dafür wurde ihm nun die höchste Auszeichnung des Landes zuteil.
1971 lud ihn Herbert von Karajan ein, bei den Salzburger Festspielen zu dirigieren – es wurde der erste von vielen Opern- und Konzertauftritten in der Mozartstadt. Seit mehr als 50 Jahren ist Riccardo Muti fester Bestandteil der Salzburger Festspiele und von der Bühne nicht mehr wegzudenken. Der 85-Jährige ist unbestritten einer der prägendsten Dirigenten seiner Zeit. In 54 Spielzeiten dirigierte Riccardo Muti bei den Festspielen im Sommer 270 Opern- und Konzertaufführungen. Von 2007 bis 2011 wurde Riccardo Muti die künstlerische Leitung der Pfingstfestspiele überantwortet. Er legte den Schwerpunkt erfolgreich auf neapolitanische Komponisten des 18. Jahrhunderts.
Edtstadler: „Diese tiefe Verbundenheit ist beispiellos“
Die Konzerte, die er mit den Wiener Philharmonikern jährlich spielt, gehören Jahr für Jahr zu den Höhepunkten des Festspielsommers, erfreuen sich großer Beliebtheit und sind immer ein Publikumsmagnet. Muti sorgt für musikalische Sternstunden und unvergessliche Konzerte. In der Fördererlounge im Großen Festspielhaus überreichte ihm Landeshauptfrau Karoline Edtstadler am Samstag den Ring des Landes Salzburg und würdigte Mutis Schaffen: „Seit mehr als einem halben Jahrhundert steht Riccardo Muti in Salzburg am Dirigentenpult und hat mit seinen Produktionen die Festspiele maßgeblich geprägt. Diese tiefe Verbundenheit ist beispiellos. Der Ring des Landes Salzburg, die höchste Auszeichnung unseres Bundeslandes, steht als Symbol für diese jahrzehntelange Treue zu den Festspielen und würdigt das langjährige Engagement und die Leistungen von Maestro Muti.“
Beim Ring des Landes handelt es sich um die höchste Auszeichnung, die jährlich an maximal zwei Personen für besondere Verdienste um das Land Salzburg verliehen wird. Zu den Trägerinnen und Trägern gehört unter anderem der legendäre Dirigent Herbert von Karajan, der Muti einst nach Salzburg holte.
Mit dem Dirigentenstab um die Welt
Komponieren und dirigieren lernte Muti am Mailänder Verdi Konservatorium. Der Dirigentenpreis des Guido-Cantelli-Wettbewerbs des Jahres 1967 bescherte ihm erstmals öffentliche Aufmerksamkeit. Fortan war der gebürtige Neapolitaner ein gefragter Mann am Dirigentenpult. 1972 debütierte Muti in den USA mit dem Philadelphia Orchestra, dessen Musikdirektor er 1980 wurde. Von 1986 bis 2005 war Riccardo Muti Musikdirektor der Mailänder Scala. Von September 2010 bis Juni 2023 hatte der Italiener die Position des Musikdirektors des Chicago Symphony Orchestra inne. Im Laufe seiner außergewöhnlichen Karriere hat der italienische Stardirigent viele der wichtigsten Orchester der Welt dirigiert: von den Berliner Philharmonikern und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks bis zu den New Yorker Philharmonikern und dem Orchestre National de France. Besonders eng ist er mit den Wiener Philharmonikern verbunden, mit denen er seit 1971 regelmäßig bei den Salzburger Festspielen auftritt. Muti lebt in Ravenna und leitet dort die Italian Opera Academy.
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